Heribert MaderHeribert Mader … zum 80er. Aquarelle und Ölbilder

Vernissage: 26. September, 19 Uhr, Schloss Lamberg
Ausstellung: bis 5. November 2017

Heribert Mader zählt zu den „besten Aquarellisten der Gegenwart“ liest man in der Geschichte der Bildenden Kunst Österreichs. Der in Steyr geborene und hier lange tätige Meister des Aquarells ist in diesem Jahr 80 geworden. Der Kunstverein Steyr würdigt diesen Steyrer Pionier durch einer Ausstellung seiner Bilder mit dem Schwerpunkt Steyr und Österreich. Ein Pionier ist Mader nicht nur in der bildenden Kunst und deren Vermittlung als Lehrer der Kunst, sondern – wie bekannt – auch bezüglich der Erhaltung des Ensembles des Steyrer Wehrgraben. So ist er ein Künstler der aufgrund seiner Sensibilität den Weitblick für Erhaltenswerteres hatte und gegen den Mainstream der Politik nachhaltigen Lebensraum erwirkt hat. Mader wurde deshalb in der Presse auch als das “Gewissen von Steyr“ bezeichnet und bleibt bis heute ein Vorbild.
Der Kampf um den Steyrer Wehrgraben war für Mader der Beginn der Aquarellmalerei als adäquate Technik für die Darstellung städtischer Ensembles. Mader, der bis 1974 nur figurativ gearbeitet hatte, kam so zum Landschafts- und Städtebild; die Resonanz bei Galerien war so groß, dass er bis heute dabei blieb.
Mader sah sein Engagement immer als eine künstlerische Tat – im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs eine Form des Aktionismus.

Die erworbene Sensibilität spürt man in den Städtebildern Heribert Maders, speziell in den Bildern seiner Heimatstadt und jener Orte, denen er besonders zugeneigt ist wie Venedig, Wien und andere. Sie sind in Licht und Farbe übertragene Erfahrungsberichte eines sehr empfindsamen künstlerischen Genius, dessen Aufmerksamkeit in das Zusammenspiel von Natur und Stadt eintaucht. Sie sind niemals bloßes Abbild, sondern gehen weit über den optischen Eindruck hinaus und zeigen ein verinnerlichtes Nachempfinden des Gesehenen, das sich in jedem Werk zu einem beseelten, atmosphärisch dichten Bild vereint.

Stets bemüht, die Seele dieser urbanen Landschaften zu erhaschen, nähert sich Heribert Mader seinen Schauplätzen immer wieder von verschiedenen Perspektiven zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten, Wetterlagen, mal mit Aquarell, mal in Öl. Er ist ein Meister der Zwischentöne, dem es gelingt, die Magie der geschauten Landschaften in Orte der Sinnlichkeit und der Kraft zu verwandeln, die stets von einem Hauch Sehnsucht und Vergänglichkeit durchzogen sind.

Zum Aquarell gesellte sich die Ölmalerei, heute ist sein Wiener Atelier halbjährlich für das eine und das andere in Gebrauch.

Maders Engagement und Arbeit wurde nicht nur anerkannt, sondern auch gewürdigt.
So verlieh der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Univ.- Prof. Dr. Tuppy, Mader eine Medaille für Verdienste um die Denkmalspflege. Einige Zeit später wurde Mader vom Bürgermeister der Stadt Steyr in einer Festsitzung des Gemeinderates die Ehrenmedaille der Stadt verliehen.
2013 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Künstlerisch reiht sich Heribert Mader in die hohe Riege der österreichischen Aquarellisten von Kurt Moldovan, Rudolf Hradil und Gottfried Salzmann ein, was zuletzt in der Ausstellung „Verborgene Schätze des österreichischen Aquarells“ im Museum Leopold durch die Bilder und einen Film über die Atelierarbeit anschaulich demonstriert wurde.

Maders Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslands, wie z.B. im Albertina Museum in Wien, im Leopold Museum in Wien, im Salzburg Museum, OÖ Landesmuseum in Linz, NÖ Landesmuseum in St. Pölten, Stadtmuseum Bruneck.
Besonders erfreulich ist die Einschätzung des Direktors der Albertina Wien, Dr. Klaus Albrecht Schröder, der in Heribert Mader „ einen legitimen Nachfahren der großen Maler
sieht, die Venedig im kollektiven Gedächtnis der Menschheit verankert haben“
(Vorwort zum Katalog Venedig, 2010).

Biografie

Heribert Mader, geb.1937 in Steyr, Matura 1955
1955 bis 1960 Akademie der bildenden Künste, Meisterschule Albert Paris Gütersloh, Studium der Malerei und Kunsterziehung, gleichzeitig Studium der Geschichte an der Universität Wien.
1960 Lehramtsprüfung für Kunsterziehung, Werkerziehung und Geschichte
1964 Malereidiplom bei Herbert Boeckl
1960 bis 1985 Unterricht der Kunsterziehung und Geschichte an Steyrer Gymnasien
1985 bis 1990 Fachinspektor für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung am Landesschulrat für Oberösterreich, Linz
1996 bis 2003 Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste in Wien
Rege Ausstellungstätigkeit in Österreich, Deutschland, Schweiz, Schweden und Italien, zuletzt im Art Museum in Suzhou, China.
Lebt und arbeitet in Hinterbrühl und Wien.

Publikationen

Katalog zur Ausstellung „Heribert Mader, Aquarelle“, Galerie Edition G, Steyr, 1976
Beitrag im Buch „Österreichische Aquarelllisten der Gegenwart“,
hrsg. v. Layr/Panzenberger, Verlag Wilhelm Maudrich, Wien 1984
„Der Maler Mader“, Hrsg. Siegfried Karrer, Salzburg, Landesverlag Linz 1986
„Heribert Mader – Aquarelle aus Ägypten“, Katalog des O.Ö. Landesmuseums,
Linz 1989
„Wienimpressionen“, Aquarelle von Heribert Mader, Katalog der Galerie Maegle, Wien 1996
„Mader“ Aquarelle, Hrsg. Siegfried Karrer, Edition Galerie Weihergut, Salzburg 1999
„Mader-Paris“ Aquarelle und Ölbilder,
Hrsg. Siegfried Karrer, Edition Galerie Weihergut, Salzburg 2004
Heribert Mader „ Wien“, Verlag Christian Brandstätter, Wien 2007
Heribert Mader „Salzburg – Stadt der Kuppeln, Türme und Dächer“, Aquarelle und Ölbilder, Hrsg. Siegfried Karrer, Edition Galerie Weihergut, 2008
Beitrag im Buch „Stadt Salzburg – Ansichten aus fünf Jahrhunderten“ Hrsg.
Salzburg Museum, 2008.
Beitrag im Katalog „Verborgene Schätze der österreichischen Aquarellmalerei“
Hrsg. Leopold Museum Wien, 2010 Verlag Christian Brandstätter
„Mader – Venedig“ Aquarelle, Ölbilder und Zeichnungen aus 30 Jahren, Edition Galerie Martin Suppan, Wien 2010
„Thun Aquarelle“, Hrsg. Beat Frei und Sabine Ruckstuhl- Frei, 2013
„Heribert Mader 80“ Ölbilder und Aquarelle – Hrsg. Heribert Mader
Verlag Bibliothek der Provinz.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

1976 Galerie G, Steyr – Internationaler Kunstmarkt Düsseldorf – 1977 Galerie Thonet, Linz – Kunstmesse Wien – Washart Washington – Art 77, Basel – Ursulinenhof Linz – 1978 Galerie Radicke, Bonn – Galerie Grüner, Linz – Schloß Weyer – Art 78, Basel – Internationaler Kunstmarkt Düsseldorf – 1979 Galerie Wölffer, Berlin – Art 79, Basel – 1980 Galerie Grüner, Linz – Kunstmesse Wien –
1981 Galerie Schwarzer, Wien, Kunstmesse Wien – 1982 Galerie Grüner, Linz – ibm Wien – Galerie Schnittpunkt, Steyr – Hoechst Austria, Wien – 1983 Studio Galerie, Regensburg – Sandoz Forschungsinstitut Wien – Kunstmessen Wien, Innsbruck – 1984 Galerie Weihergut, Salzburg – Galerie Zentrum Wien – Kunstmessen Wien,Innsbruck, Bregenz – 1985 Galerie Weihergut, Salzburg, Inngalerie Kufstein, Galerie Neufeld, Lustenau – 1986 Galerie am Doktorberg, Kaltenleutgeben – Galerie Medio, Kronstorf – Galerie Radicke, Bonn – Galerie Weihergut, Salzburg – 1987 Galerie in Melittas Buchladen, Villach – Galerie Prisma, Wien – 1988 Galerie in der Mühlenstrasse, Amstetten – Galerie Unterberger, Innsbruck – Galerie Figl, Linz – 1989 O.Ö. Landesmuseum, Linz – Galerie Weihergut, Salzburg – Galerie Schloß Lipperheide, Brixlegg – 1990 Hans-Huber-Galerie, Bern – Galerie Radicke, Bonn – Galerie Prisma, Wien – Galerie am Doktorberg, Kaltenleutgeben – Galerie Figl, Wels – „klar“ – Galerie, Rosenheim – Galerie im Parlament, Wien – 1991 Galerie Friesacher, Bruneck – 1992 Galerie „Kunst im Kraftwerk“, St. Pantaleon – Galerie am Salzgries, Wien – Galerie am Doktorberg, Kaltenleutgeben – 1993 Künstlerhaus, Wien – 1994 Galerie an der Stadtmauer, Villach – Galerie Dida, Graz – Galerie Daghofer, Leoben – Galerie Radicke, Bonn – 1995 Galerie Rosengarten, Thun – 1996 Galerie Maegle, Wien – 1997 Galerie Figl, Linz – Galerie Weihergut, Salzburg – 1998 Galerie Radicke, Bonn – Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Figl, Linz – Galerie Wolfrum, Wien – 1999 Galerie Meierhof, Kremsmünster – Galerie Weihergut, Salzburg – Galerie Wolfrum, Wien – 2000 Galerie Radicke, Bonn – 2001 Galerie Schloß Puchheim – Galerie Figl, Linz – Galerie Wolfrum, Wien – 2002 Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Schloß Fischau – Galerie Radicke, Bonn – Galerie Weihergut, Salzburg – 2003 Galerie Figl, Linz – Galerie Weihergut, Salzburg – Galerie Rosengarten, Thun – 2004 Galerie Figl, Linz – Galerie Wolfrum, Wien – Galerie Weihergut, Salzburg – 2005 Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Radicke, Bonn – Galerie Suppan, Wien – 2006 Galerie Alte Schmiede, Schönberg am Kamp – 2007 Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Weihergut Salzburg – Stadtmuseum Bruneck – Galerie Radicke, Bonn – Schloss Reichenau an der Rax – 2008 Kunstverein Steyr, Schloss Lamberg – Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Weihergut, Salzburg – Galerie Thiele, Linz – 2010 Galerie Radicke, Bonn – Galerie Rosengarten, Thun – Leopold Museum, Wien – Museo Diocesano di Venezia, Venedig – Galerie Wolfrum, Wien – Galerie Suppan, Wien – 2011 Galerie Weihergut, Salzburg – Zeitgenössische Kunst aus Mitteleuropa,Stift Lilienfeld – 2012 Galerie Wolfgang Exner, Wien – Galerie Thiele, Linz – Galerie Rosengarten, Thun – Galerie Radicke, Bonn –
2013 Kunstverein Steyr – 2014 Art Museum Suzhou, China – Galerie Schloss Puchheim, OÖ – Galerie Szaal, Wien – Museum of Textile & Costume in Shanghai – 2017 Galerie Szaal,
Palais Ferstel , Wien – Museum Angerlehner, Thalheim, Städtebilder aus Venedig, New York
und London – Kunstverein Steyr in Schloss Lamberg, Städtebilder.