Autor: Enrico Savio

Meisterschule Max Melcher – Schwerpunkt Oberösterreich

Ausstellung von 26. 9. – 4. 11. 2018 Di – So 10-12 und 14-17 Uhr und in der „Langen Nacht der Museen“, am 6. Oktober 2018 Eröffnung: Di. 25. Sept. 2018, 19 Uhr Die Meisterschule Max Melcher an der Akademie der Bildenden Künste in Wien Max Melcher (1922 – 2002) wird am 28. August in Krottendorf bei Weiz in der Steiermark geboren. Die Familie muss berufsbedingt mehrmals den Wohnort wechseln und landet schließlich 1938 in Baden bei Wien. Seitdem gilt MM als „steirischer“ Badener. Auf Grund seines Zeichentalentes besucht er bis 1940 die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt und wechselt anschließend an die Akademie der Bildenden Künste, an der C. L. Martin die Meisterschule für Grafik leitet. Noch im selben Jahr wird er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und 1941 zur Deutschen Wehrmacht. Erst 1948 kehrt er aus einer vierjährigen russischen Kriegsgefangenschaft zurück.  Das waren rückblickend die Jahre, die ihn zeitlebens geprägt haben. MM nimmt das Studium an der Akademie wieder auf und schließt es 1952 mit dem Diplom ab. Seine Diplomarbeit: Radierungen zu einem „Passionszyklus“, dafür erhält MM den Rom-Preis und schon 1955 einen ersten Lehrauftrag. MM prägte drei Jahrzehnte die Meisterschule für Grafik und die Akademie am Schillerplatz mit seiner unverwechselbaren Persönlichkeit. Die 1960er Jahre bis 1972 MM wirkt als Oberassistent des schon betagten Meisterschulleiters C. L. Martin und „teilt“ sich mit ihm die Studierenden gemäß der Übereinkunft „wenn ein...

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v l ü c h t i g

v l ü c h t i g
Walter Ebenhofer / Fotografie und Alois Lindenbauer / Skulptur – Installation im Kunstverein Steyr
Ausstellung von 30. Mai bis 1. Juli 2018
Vernissage, 29. Mai, 19 Uhr 30

Öffnungszeiten: Do – So 10-12 und 14-17 Uhr; Eintritt frei

Zwei „Künstlerphilosophen“ der Natur, des Materials und der Technik, Walter Ebenhofer und Alois Lindenbauer, zeigen neueste Arbeiten im Kunstverein Steyr. Beide haben diametrale Zugänge zu dem was sie unmittelbar und tief zu beeindrucken scheint: Phänomene der Natur, der Lebenswelt und des Kosmos. Markant unterschiedlich sind beide durch Lindenbauers plastisch gestaltete Dreidimensionalität der Skulpturen im Gegensatz zu Ebenhofers abbildender Zweidimensionalität der Fotografie. Allerdings gehen beide mit ihren Werken weit über konventionelle Dimensionalität hinaus und führen den Betrachter in eine Mehr- beziehungsweise Überdimensionalität. Sie haben in ihren Werken eine Aussagekraft, die die konkrete Abbildung übersteigt und so erweiterte, übersteigende sowie vertiefte Sichtweisen hervorgehen lässt – was wieder eine übergeordnete Übereinstimmung beider Künstler ergibt.
Nicht zufällig wurde daher von den beiden auch der Titel „v l ü c h t i g“ gewählt. „Denn der Titel ist multivalent. Ist es ein Teil eines Wortes? Ist es eine andere Sprache? Etwa Mittelhochdeutsch? Oder ist es einfach falsch geschrieben und sind die beiden abgängig – ein temporäres Ereignis?“ … reflektiert Ebenhofer.
Der Kunstverein Steyr setzt intensiv auf Dialog und Disput, nicht nur mit dem Publikum indem der Betrachter zur Stellungnahme eingeladen und herausgefordert wird, sondern auch gezielt unter den Künstlern selbst. Ein beobachteter Dialog zwischen Ebenhofer und Lindenbauer vor Jahren – ohne davon ein Wort gehört zu haben – war aufgrund der zu sehenden, korrespondierenden Eindrücke Anlass, eine Einladung für eine gemeinsame Ausstellung auszusprechen. Wissend, dass sich beide mit der Welt da draußen befassen und sie mit ihren Werken den Betrachter in faszinierende Perspektiven eintauchen lassen.
Ihre ausgestellten Werke werden es zeigen. Ob mit digitalisierten Bildern auf Motiven von Holz, Fotografien nächtlicher Insektenflüge, die die Zeitdimension einbeziehen, fotografischer Landschaften mit allen Faktoren der Realität wie etwa Mondlicht und entfernte Lichtspuren von Fahrzeugen oder vielem mehr, wird Ebenhofer seinen Betrachter in prickelnde Spannung versetzen. Er fertigt aber nicht nur seine anspruchsvollen Fotokunstarbeiten, sondern fragt sich auch um das Erfassen des Betrachters, was in einer „Fotografie Philosophie“ mündet, die er auch zu versprachlichen, zumindest zu erfragen versucht.
Organische und anorganische Substanzen unserer Welt, insbesondere Holz, bearbeitet Lindenbauer mit seinem großen Fachwissen über die Materialität und gestaltet daraus nahegehende Kunstwerke. Seine Projekte sind vielfach landschaftsbezogen und thematisieren das Wachsen, Werden und Vergehen aller Stofflichkeit. Seinen Naturbezug erschließt er in den Objekten nicht nur im freien, sondern auch im geschlossenen Kunstraum. Selbst in einer begrenzten Ausstellungsgalerie lässt er Geophänomene erfassen, die er dann auch mit Bezeichnungen wie „blühen“, „Wellen“ oder anderen Begriffen der lebendigen Dynamik zu verstehen geben will. Er zeigt seinem Publikum in seiner meisterlichen Sprache der künstlerischen Gestaltung intensive Verhältnisse der Natur und fordert damit den Betrachter auf, sich selbst in ein Verhältnis dazu zu setzen. Es ist die Natur selbst, die für Lindenbauer den Grund gibt dem betrachtenden Menschen seine eigene Begrenztheit, Vergänglichkeit und Auflösbarkeit des Daseins vor Augen zu führen. Der Mensch – so vermittelt er – ist allemal nur ein Teil des Kosmos angesichts der Tiefe und Weite des Natürlichen.
Diese Ausstellung wird man sicher sehr nachdenklich in Erinnerung behalten.

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FUNDAMENTAL MUTATION

FUNDAMENTAL MUTATION Kunst aus der Vereinigung Kunstschaffender Oberösterreichs im Kunstverein Steyr Öffentliche Mutationsphase und Teil 2 der Ausstellung März bis 1. April 2018 & 6. April bis 20. Mai 2018; Do – So 10 -12 und 14 – 17 Uhr Vernissage 5. April 2018, 19 Uhr 30   Neue Bilder, Installationen und Fotografien zeigen den selbstkritischen Wandel der Ausstellung der KünstlerInnen nun im Kunstverein Steyr. Damit hat das Ausstellungsprojekt „fundamental“ die Mutationsphase erreicht. Ganz im Sinne des Projektes sollte die bisherige Ausstellung die „Erneuerung“ der Kunstwerke in der nun nachfolgenden hervorbringen. Der Dialog und Disput unter den Kunstschaffenden und...

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FUNDAMENTAL

Kunst aus der Vereinigung Kunstschaffender Oberösterreichs im Kunstverein Steyr:  Zwei Ausstellungen verbunden durch eine Mutationsphase. Februar bis 18. März 2018 & 20. März bis 4. April 2018 & 6. April bis 20. Mai 2018   Kunst ist eine essenzielle Ausdrucksform des Menschen. Kunst geht den Dingen auf den Grund, ist radikal, indem es zu den Wurzeln des Wesentlichen geht. Kunst ist fundamental. Diese Merkmale wieder ins Bewusstsein zu rufen ist das ambitionierte Ziel des Ausstellungsprojekts fundamental. Das Projekt fundamental stellt die Frage nach der Bedeutung von Kunst.   Fundamental im Kunstverein Steyr stellt dreizehn Positionen aus der Vereinigung Kunstschaffender...

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